ziehen

ziehen V. (Grundstufe)
etw. hinter sich fortbewegen
Beispiel:
Das Pferd zieht einen Wagen.
Kollokation:
den Tisch ans Fenster ziehen
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ziehen V. (Aufbaustufe)
als Luftzug zu verspüren sein
Beispiel:
Im Korridor zieht es heftig.
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ziehen V. (Aufbaustufe)
Gesichtspartien verändern und dadurch eine bestimmte Miene machen
Beispiele:
Das Kind zog den Mund schief.
Er hat die Augenbrauen vor Erstaunen nach oben gezogen.
Kollokation:
eine Grimasse ziehen
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ziehen V. (Aufbaustufe)
seinen Wohnsitz wechseln
Beispiele:
Morgen ziehen wir in die neue Wohnung.
Seine Eltern sind nach Italien gezogen.
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ziehen V. (Aufbaustufe)
sich stetig in eine bestimmte Richtung fortbewegen
Beispiele:
Die Fans zogen feiernd durch die Straßen.
Die Vögel ziehen im Winter in den Süden.
Ihr Mann ist in den Krieg gezogen.
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ziehen V. (Aufbaustufe)
etw. mit einem Schreibgerät zeichnen
Beispiel:
Er hat mit dem Bleistift eine senkrechte Linie gezogen.
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ziehen V. (Oberstufe)
Schmerzen in einem bestimmten Körperteil empfinden
Synonym:
reißen
Beispiele:
Ich musste einen schweren Koffer tragen und jetzt zieht es mir im Rücken.
Ich habe ziehende Schmerzen im Zahn, wenn ich kalte oder heiße Getränke trinke.

Extremes Deutsch. 2011.

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  • Ziehen — Ziehen, verb. irregul. ich ziehe, du ziehest, er ziehet, oder zieht, (Oberd. du zeuchst, er zeucht,) Conj. daß ich ziehe u.s.f. Imperf. ich zog, Conj. zöge; Particip. gezogen; Imperat. ziehe, oder zieh, (Oberd. zeuch.) Es ist in einer dreyfachen… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Ziehen — Ziehen, in der Metallbearbeitung eine Reihe von Verfahren, bei denen das Material durch Matrizen hindurchgezogen wird. a) Ziehen von Blechen zwecks Herstellung von Hohlkörpern. Als Werkzeuge dienen hierfür zunächst Ziehstempel und Matrize. Da… …   Lexikon der gesamten Technik

  • ziehen — ziehen: Das altgerm. Verb mhd. ziehen, ahd. ziohan, got. tiuhan, aengl. tēon (vgl. aisl. togenn »gezogen«) gehört zu einer idg. Wurzel *deuk »ziehen«; vgl. aus anderen idg. Sprachen z. B. lat. ducere »ziehen, führen« (s. die Fremdwortgruppe um ↑ …   Das Herkunftswörterbuch

  • Ziehen — ist der Familienname folgender Personen: Conrad Siegmund Ziehen (1727 1780), deutscher Theologe Eduard Ziehen (Schriftsteller) (1819 1884), Pseudonym Eduard Ellersberg, deutscher Schriftsteller Eduard Ziehen (Historiker), (1896 1945), Enkel des… …   Deutsch Wikipedia

  • ziehen — Vst. std. (8. Jh.), mhd. ziehen, ahd. ziohan, as. tiohan, andfrk. tian Stammwort. Aus g. * teuh a Vst. ziehen , auch in gt. tiuhan, ae. tēon, afr. tiā; anord. noch in togenn PPrät. Dieses aus ig. (eur.) * deuk ziehen , auch in l. dūcere führen,… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • ziehen — ziehen, zieht, zog, hat gezogen/ ist gezogen 1. Sie müssen ziehen, nicht drücken. 2. Wir müssen den Zahn leider ziehen. 3. Wir sind vor drei Wochen nach Hamburg gezogen. 4. Machen Sie bitte die Tür zu, es zieht …   Deutsch-Test für Zuwanderer

  • Ziehen [1] — Ziehen, 1) so v.w. Raufen, s.u. Flachs I. A); 2) Z. des Billards, s.u. Billard I.; 3) Z. der Kohlen, s.u. Kohlenbrennen; 4) ein Feuergewehr mit Zügen versehen, vgl. Gewehrfabrik I. A); 5) beim Härten des Stahles, Erkalten von Gußstücken,… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Ziehen [2] — Ziehen, Konrad Sigismund, geb. 1727, war Anfangs Lehrer an der Schule in Hannover, wurde 1756 Feldprediger bei dem Garderegiment der hannöverischen Truppen, 1759 Capellan bei der Neustädter Kirche in Hannover, 1761 Superintendent in Minden u.… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Ziehen [1] — Ziehen, im Handel soviel wie trassieren; Ziehung, soviel wie Tratte (s. Wechsel). Zieher, bei dem Prämiengeschäft der Empfänger der Prämie …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Ziehen [2] — Ziehen, Theodor, Mediziner, geb. 12. Nov. 1862 in Frankfurt a. M., studierte in Würzburg und Berlin, wurde 1885 Assistenzarzt bei Kahlbaum in Görlitz, dann bei Binswanger in Jena, habilitierte sich daselbst 1887 als Privatdozent, wurde 1892… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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